Vladimir Ivanoff
(Musikalische Leitung, Perkussion, Ud, Laute)
Der gebürtige Bulgare Vladimir Ivanoff studierte 1977-87
an der Ludwig-Maximilians-Universität München Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. 1982-86 studierte er an der Musikhochschule Karlsruhe und an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel Renaissancelaute. 1987 promovierte er mit einer Dissertation über
das früheste bekannte europäische Lautenmanuskript. 1990-92 arbeitete er
mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft an dem Habilitationsprojekt „Europa und die Musik des Orients“.
Er gründete und leitet die Ensembles 'Consortium Monacense' (1983),
'Sarband' (1986), 'Vox' (1989), 'Metamorphoses' (1993) und
'L'Orient Imaginaire' (1996).
Seit 1985 nimmt er Lehraufträge an verschiedenen Universitäten wahr,
hält Vorträge auf Symposien und Kongressen
in Europa, den USA sowie im Nahen Osten und veröffentlicht Artikel
in Fachzeitschriften.
Als CD-Produzent, musikalischer Leiter, Komponist und Arrangeur arbeitet er mit zahlreichen Künstlern aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen, u.a.: Mystère des Voix Bulgares, Megapolis, Goethes Erben, Concerto Köln,
The King’s Singers, Berliner Philharmoniker.
Vor allem als musikalischer Leiter des interkulturellen Ensembles 'Sarband'
konzertiert er seit 1986 weltweit und veröffentlichte zahlreiche
CD-Produktionen.
Für seine künstlerische Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet:
u.a. 2 Grammy Nominations 1994, und der Echo Klassik 2003 und 2006.
2007 erhielt er den "Premio Mousiké" der Region Apulien
für die Verbreitung Alter Musik im Mittelmeerraum,
2008 den Deutschen Weltmusikpreis.

Hören Sie Vladimir Ivanoff
auf einer unserer Produktionen:
Sarband: Vox Feminae (2008)
"Großartig auch das traumwandlerische Zusammenspiel des Leiters Ivanoff
auf der Rahmentrommel mit dem Cellisten Jost Hecker, das eine
wunderbare Brücke im Kleinen innerhalb der Brücke im Großen bildete.“
Klaus Ehring, Thüringer Allgemeine, 29.03.2011
"Es gehört zur Kunst des musikalischen Leiters Vladimir Ivanoff,
dem Zuschauer selbst die Wahl zu lassen, ob er das Bühnengeschehen nun
religiös oder künstlerisch deuten will.
Man war ihm dankbar dafür. Wirkliche Kunst lebt von der Freiheit ihrer Interpreten.“
Kersten Knipp, NDR Kultur, 18.09.2010
"Ivanoff, Perkussionist und musikalischer Leiter von Sarband, hat das Programm intelligent aufgebaut, und vermied dabei den hauptsächlichen Fehler,
der unterlaufen könnte: das Pastiche.
Das Resultat, von einem subtilen Gleichgewicht, überzeugt und fesselt."
Javier Losilla, El Periodico de Aragon, 09.08.2010
"Bevor Jordi Savall damit berühmt wurde, bekannte sich Ivanoff bereits zu der Vision, dass die Trennung zwischen Orient und Okzident in der Alten Musik nicht sinnvoll ist.
Was Sarband einzigartig macht, ist Ivanoffs beständiges Bemühen,
orientalische Musik auch für westliche Ohren zugänglich zu machen."
Stefan Grondelaers, De Standaard, 25.05.2010
"Vladimir Ivanoff ist ein feinsinniger Kartograph des Außergewöhnlichen."
Michael Tschida, Kleine Zeitung, 31.03.2010
"Wenn Vladimir Ivanoff mit Sarband hier einige Choräle und andere Kompositionen von J. S. Bach zur Leidensgeschichte Jesu hinterfragt, weckt er bei seinen Musikern wie auch bei den Zuhörern jede Menge Leidenschaft." wd@saw, www.worldmusic.net, 6-2009
"Ivanoff verliert bei unentwegten Grenzüberschreitungen nicht seinen Halt.
Der Forscher und Musiker schafft von seinen souveränen Standpunkten aus
inspirierende Freiräume, musikalisch und menschlich.“
Magdalena Melchers, WDR Radio, Neue CDs 09.04.2009
"Spiritus Rector des Konzerts war Dr. Ivanoff, der in seinen Arrangements die Bachschen Klangikonen zu einem Plädoyer für globalen Respekt und Frieden werden lässt.
Mit dezenten Rhythmusschlägen leitete der exzellente Perkussionist
auf seiner großen Handtrommel" Hans Rühl, Rheinische Post, 23.12.2008
"Vladimir Ivanoffs Stärke ist, Kulturkreise zu verbinden, musikalische Brücken zwischen Abend- und Morgenland zu schlagen. Mit der «Arabischen Passion» … ist ihm das in hervorragender Weise gelungen." Franz Szabo, April 2006
"Vladimir Ivanoffs fein strukturiertes Rahmentrommelspiel krönt die Stimmung."
Frido Hütter, Kleine Zeitung, Graz, 18.7.2005
"Dort, an den Rändern Europas, wo eine nach wie vor streng eurozentristische Wissenschaft von der Musik aufhört, fängt Vladimir Ivanoff gerade damit an…"
Thomas Muttray-Kraus, Oberbayerisches Volksblatt, 03.2.2001
"Allein Ivanoffs Kunst des Schlagwerks sucht ihres gleichen …
dass Ivanoff Grenzen überschreitet, und so eine neue Musik findet,
die unsere Träume von Ferne und Exotik in Töne fasst."
Franzpeter Messmer, Fono Forum 11/2000