Sarband
Lesen Sie eine
aktuelle Konzertkritik:
"Auf im Westen
kaum bekannten Instrumenten …
erklingen in staunenswerter
musikalischer Tiefe, Nuanciertheit
und meditativer Ruhe Zeugnisse
einer 800-jährigen,
unglaublich reichhaltigen
musikalischen Tradition …
Die wunderbare, warme Stimme
der libanesischen Mezzosopranistin
Fadia el-Hage singt in
großartig kolorierten Improvisationen …
ihr Kollege Dogan Dikmen preist Allah;
und der klare Sopran von Miriam Andersen
erzählt von Kreuzfahrerschicksalen."
Frank Heindl, Augsburger Allgemeine, 14.11.2008
"Sarband breitet ein Panorama von
Al-Andalus über Algerien
bis zum Osmanischen Reich aus.
Ein erheblicher Anteil der Bravo-Rufe
richtet sich an
die mitreißenden Gesangssolisten.
Es entstehen aufregende Hörbilder,
in denen Ursprünge
europäischer Volkskunst auftauchen.
So geht man mit einem
verwirrenden Reichtum an Empfindungen, Erfahrungen und Informationen nach Hause. Es ist sehr heilsam, wenn Europa
einmal nicht als Nabel der Weltmusik
im MIttelpunkt steht."
Monika Lanzendörfer, Schwetzinger Zeitung, 03.05.2010

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Kulturen der Toleranz:
Andalusien - Osmanisches Reich - Europa

Lieder der Juden, Christen und Muslime im mittelalterlichen Al-Andalus
und die Musiktradition der spanischen Juden im Osmanischen Reich und in Europa




Impressum





Musik, die Geschichten erzählt und selbst Geschichte ist: Ströme verschiedener Musikkulturen, die sich an verschiedenen historischen und geographischen Orten vereinigten und dann wieder - getrieben vom Strom der Geschichte - 
auseinander fließen mussten.
Die musikalische Odyssee von Ensemble Sarband durch den Mittelmeerraum und acht Jahrhunderte Musikgeschichte
will weder die mögliche gegenseitige Beeinflussung noch die unüberbrückbaren Gegensätze belegen:
sie zeichnet ein musikalisches Bild des alltäglichen Zusammenlebens der sephardischen Juden mit Christen und Muslimen
in Al-Andalus, im Osmanischen Reich und in der europäischen Diaspora.
Sephardische Lieder stehen neben muslimischen Sufi-Hymnen, die von einem konvertierten Christen komponiert wurden, die Cantigas de Santa Maria, im 13. Jahrhundert zusammengetragen von dem spanischen König Alfons dem Weisen
und spanisch-katholische Mehrstimmigkeit aus dem königlichen Frauenkloster Las Huelgas erklingen neben
osmanisch-türkischer Hofmusik jüdischer Komponisten.
'Chanterai por mon Corage', die bange Hoffnung einer Dame auf den glücklichen Ausgang der Kreuzfahrt
ihres Geliebten, steht auch für die Hoffnung, dass ein Nebeneinander,
manchmal vielleicht auch ein Miteinander der Kulturen und Religionen, wie es diese musikalische Reise erzählt,
wieder möglich wird.

Miriam Andersén (Schweden): Gesang & gotische Harfe / Fadia el-Hage (Libanon): Gesang
Mustafa Dogan Dikmen (Türkei): Gesang & Perkussion
Celaleddin Biçer (Türkei): Ney & Kanun / Ahmet Kadri Rizeli (Türkei): Kemençe / Bahadir Sener (Türkei): Kanun
Vladimir Ivanoff (Bulgarien / Deutschland): Perkussion, Ud, musikalische Leitung